Aktuell: Nächster Dirigentenkurs ZSJV/NWSJV 2021 - 2023


Dirigentenkurs

Der heutige Dirigentenkurs beruht immer noch auf dem bewährten Reglement des EJV aus dem Jahre 2002, unterzeichnet von Peter Portmann und Matthias Wüthrich. Der Dirigentenkurs beginnt mit dem Info-Abend, welcher jedes Jahr im Juni in einem der drei Kursgebiete stattfindet (BKJV/WSJV; NWSJV/ZSJV; NOSJV). Das Ziel des Info-Abends ist, alle Interessierten zu informieren wie der Kurs aufgebaut ist und welche Anforderungen dazu nötig sind.

Vorkurs
Der Vorkurs holt die Teilnehmenden auf dem Niveau des Abschlusses im Notenlesekurs ab und führt sie in schnellem Tempo hin zu den Anforderungen, die bei der Aufnahmeprüfung gefordert sind. Wer diesen Vorkurs absolviert, weiss was an der Prüfung getestet wird und kann sich exakt darauf vorbereiten.

E-Learningkurs
Dank der Unterstützung durch den E-Learningkurs braucht es für die Vermittlung der grundlegenden Theorie viel weniger Zeit als früher. So bleibt Zeit für angewandte Theorie und Gehörschulung. Die Kursteilnehmenden erhalten so ein allgemeines Partitur-Verständnis und lernen, wie der Notentext umgesetzt und zum Klingen gebracht wird. Noten sind ja nur ein Hilfsmittel für das klingende Resultat.


Die drei Module des Dirigentenkurses

1. Partiturverständnis/Gehörbildung
Im ersten Teil geht es um die wichtigsten Grundlagen der Musiktheorie: Liedform, harmonische Kenntnisse, Liedgestaltung, rhythmische Sicherheit, Blattsingen und Verbesserung des Musik-Gehörs. All diese Kursinhalte zielen darauf hin, ein wirklich gutes Partiturverständnis zu erlangen. Es soll ja später möglich sein, ein Lied ab Noten einzustudieren ohne dass immer eine CD-Aufnahme zu Hilfe genommen wird. Falsche Töne und unkorrekte Rhythmen sollen erkannt werden und ohne ständigen Gang zum Klavier korrigiert und richtig vorgesungen werden. 


2. Einsingen/Dirigieren
Im ersten praktischen Teil des Kurses wird die Dirigiersprache gelernt und geübt. Je besser ein Dirigent diese Sprache beherrscht, desto schneller und mit weniger Worten kommt er zum gewünschten Ziel. Eingebettet in diese Kurstage sind Kurzvorträge zu verschiedensten Themen: Chorsatz, Emotionen beim Dirigieren, die 10 Schlüsselwörter beim Dirigieren, Liedwahl, Jodlerfestbewertung, der Naturjodel und Jodelvokalisation, Suisa-Meldung etc. 
Das Hauptgewicht in diesem Teil liegt jedoch bei der Tongebung und im Einsingen. Nach diesem Teil sollen alle Teilnehmer fähig sein, ein gutes Einsingen zu machen und an einem Repertoire-Lied zu arbeiten.


3. Ganzheitliche Dirigierarbeit
Im letzten praktischen Teil wird mit Demo-Chören gearbeitet. Hier geht es vom Einstudieren eines neuen Liedes bis zum letzten Schliff der musikalischen Gestaltung um alle Facetten einer Probe. Eingebettet in diese Kurstage ist auch der Umgang mit dem örtlichen Naturjodel.


4. Praktikum 1
Im ersten Praktikum (6 Proben) geht es um die ersten Gehversuche in der Chorarbeit. Hauptthema ist das Einsingen. Daneben erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, an einem Repertoirelied die Dirigiersprache zu üben und die musikalischen Vorstellungen umzusetzen. Die Arbeit mit dem Chor dauert ca. 30 – 45 Minuten pro Probe.


5. Praktikum 2
Das zweite Praktikum dauert 10 Proben. Die letzte abendfüllende Probe gilt als Prüfung. Hier kommt zum Praktikumsleiter noch ein Experte dazu. In diesem Praktikum soll der Praktikant mit allen Bereichen der Chorleitung vertraut werden bis er fähig ist, eine ganze Probe selbstständig zu führen. 


6. Jodlerfestteilnahme
Als letzte praktische Übung nimmt der Dirigenten-Chor an einem Jodlerfest teil. Auf diese Art lässt sich jede Kleinigkeit rund um Auftritte, Festbesuch, Umgang mit Nervosität und vieles mehr sehr gut thematisieren und üben.

Kursinhalte
In den letzten Jahren wurde der Dirigentenkurs laufend von unnötiger Theorie befreit, sodass nun entscheidend mehr Zeit für die praktische Arbeit bleibt. Damit dies auch garantiert werden kann, wird bei grossen Klassen im praktischen Teil die Gruppe halbiert. Es steht ein zweiter Kursleiter (sowie ein zweiter Demo-Chor) zur Verfügung, der helfen und beraten kann.
Dirigenten fallen nicht vom Himmel. Die Ausbildung, die vom Infoabend bis zur Diplomfeier zweieinhalb Jahre dauert, ist mit viel Einsatz und Fleiss verbunden. Dabei geht es nicht nur um die ca. 24 Samstage, die dafür reserviert werden müssen. Es sind auch unzählige Übungsstunden zu Hause gefordert. Es ist deshalb korrekt, wenn die Dirigenten nach ihrem Abschluss ein angemessenes Honorar für ihre Arbeit erhalten. Noch mehr freut es aber jeden Dirigenten, wenn seine Chormitglieder fleissig in die Probe kommen und mitmachen.


Für weitere Informationen lies zuerst das PDF-Dokument.